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Eurogames in Barcelona 24.-27. Juli 2008 Als „Stadt der Wunder" bezeichnete der
katalanische Schriftsteller Eduardo Mendoza seine Heimatstadt Barcelona. In der Tat ist die katalanische Hauptstadt mittlerweile ein Mekka für Touristen aus aller Welt und eine Eldorado für Architekten und Stadtplaner. In Barcelona
findet sich aber auch eine der größten schwul-lesbischen Szenen Europas, und somit war die Stadt idealer Austragungsort für die Eurogames 2008. Als Sportstadt profitiert Barcelona darüber hinaus auch noch von der Infrastruktur der
Sportanlagen der Olympischen Sommerspiele des Jahres 1992.
So fand der Schwimmwettkampf im Piscines Bernat Picornell, dem Olympischen Schwimmbad auf dem Montjuic statt. Ein Freiluftbecken mit acht 50-Meter-Bahnen, eine große
Tribüne für Besucher und Teilnehmer und ein separates Hallenbad zum Einschwimmen boten eigentlich beste Voraussetzungen für die Schwimmer. Aber da gab es ja noch den heißen spanischen Sommer mit Temperaturen um die 33 Grad im Schatten -
gerade an Schatten jedoch mangelte es in der Anlage. Und auch die Wolken, die noch am Vorabend den Himmel über Barcelona in ein bedrohliches Licht tauchten und ein Gewitter erahnen ließen, waren an den beiden Wettkampftagen
verschwunden. So wurden alle Teilnehmer zwischen Ihren Starts gut durchgeheizt und neben Badehose bzw. Badeanzug und Schwimmbrille gehörte vor allem Sonnencreme zu den wichtigsten Utensilien – wollte man nicht wie einige Engländer
abends das Bad mit einem Sonnenbrand verlassen. Einzig das schon erwähnte Hallenbad bot die Möglichkeit, sich abzukühlen. Der Schwimmwettkampf wurde durch die Barceloner Panther übrigens sehr gut organisiert.
Begeisterungsstürme
entfachten in den Mittagspausen die atemberaubenden Darbietungen der spanischen National-Synchronschwimmerinnen, die sich in den letzten Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Peking befanden.
Abseitz Stuttgart war dieses
Jahr beim Schwimmen zahlenmäßig nicht so stark besetzt wie bei den vergangenen Eurogames : mit einer Schwimmerin und elf Schwimmern waren wir dennoch sehr erfolgreich und konnten 16 Medaillen (vier in Gold, acht in Silber und vier in
Bronze) mit nach Hause nehmen. Auch in der Medaillenwertung belegten wir einen guten Platz und waren die zweitbeste deutsche Mannschaft nach den Berlinern. Drei Schwimmer haben zum ersten Mal an einem Wettkampf teilgenommen und hatten
sicher genauso viel Spaß wie die alten Hasen unter uns.
Die Eröffnungsfeier fand im Palau Sant Jordi statt. Beim Einlauf der Nationen präsentierten sich die siebzig Stuttgarter Teilnehmer in weißen Abseitz-T-Shirts. Auf deren
Vorderseite prangte das Maskottchen der Spiele, der Eurogames-Panther.
Nach den heißen und anstrengenden Wettkampftagen verlängerten einige von uns ihren Aufenthalt noch um ein paar Tage, um von der Stadt nicht nur das
Schwimmbad gesehen zu haben. Barcelona bietet nämlich auch schattige Plätzchen, einen langen Strand, und das Mittelmeer eignet sich hervorragend zum Ausschwimmen.
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