6-Stunden-Schwimmen

Schlafendes Hallenbad

Die Menschen aus Stuttgart-Feuerbach werden Anfang der sechziger Jahre ziemlich gestaunt haben, was zwischen ihrem Bahnhof und dem Wilhelm-Geiger-Platz gebaut wurde. Die Architektur des Hallenbades Feuerbach war für die damalige Zeit ziemlich spektakulär. Die großflächige Verglasung flutet das Bad mit jeder Menge Licht und der Architekt Manfred Lehmbruck setzte dem ganzen noch eine geschwungene Stahlbetondecke auf. Bis zu seinem 50.Geburtstag im Jahr 2014 blieb das Gebäude auch weitgehend in diesem Orginalzustand, dann wurde es unter Beachtung des Denkmalschutzes mehrere Jahre lang saniert.

Für unser Langstreckenturnier im Rahmen des WWS war das Feuerbacher Bad optimal. Es liegt zentraler als das Plieninger Hallenbad, in dem unser 8-Stunden-Schwimmen in den letzten Jahren immer stattgefunden hatte. Es verfügt über wesentlich mehr Platz und die ehemalige Gaststätte des Bades verfügt über viele Sitzgelegenheiten, eine kleine Küche und einen schönen Blick auf das Geschehen im Wasser.

Das Geschehen im Wasser war optisch durch die sich hin und herbewegenden, farbigen Badekappen geprägt und in Bezug auf die Ausdauerleistung sind die 38 Schwimmerinnen bis Schwimmer stolze 330 Kilometer in sechs Stunden geschwommen. Die „längsten“ Schwimmerinnen waren dieses Mal Dagmar (3.Platz), Nadine E. (2.Platz) und Nadine F. (1.Platz), die „längsten“ Männer Horst (3.Platz), Lorenzo (2.Platz) und Gunnar (1.Platz).

Nach dem Turnier und der obligatorischen Prosecco-Staffel gab es dann noch die Siegerehrung und ein gemeinsames Essen im Bad. Und dann ging es direkt in die Stuttgarter Innenstadt zur Party im Romy S. Während sich das Feuerbacher Bad nach der intensiven Beschwimmung erst einmal erholen musste und sich früh am Abend zum Schlafen gelegt hatte, waren nachts auf der Party noch viele Schwimmerinnen bis Schwimmer auf der Tanzfläche zu sehen. Ausdauer kennt offenbar keine Grenzen. Und gute Laune auch nicht. Von beidem gab es bei unserem 6-Stunden-Schwimmen außerordentlich viel!

MTR